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SUMMARY:Berliner Kreis: OPLAN DEU: Wie ist es um die Komponente Zivilschutz bestellt?
DESCRIPTION:Wie schnell abstrakte Krisenszenarien reale Bedeutung gewinnen können\, hat der Stromausfall in Berlin im Januar 2026 deutlich gemacht. Innerhalb kurzer Zeit wurde sichtbar\, wie verletzlich eine hochvernetzte Metropole gegenüber dem Ausfall kritischer Infrastrukturen ist: Kommunikationsnetze brachen zusammen\, Ampelanlagen fielen aus\, Krankenhäuser schalteten auf Notstrom um\, die Versorgung mit Wasser und Wärme geriet unter Druck. Die Bundeswehr wurde frühzeitig um Unterstützung gebeten\, die Lage blieb beherrschbar. Doch der Vorfall war ein Stresstest\, nicht für einen Krieg\, sondern für Resilienz. \nDer Operationsplan Deutschland (OPLAN DEU) bildet das zentrale strategische Rahmenwerk für die gesamtstaatliche Sicherheitsvorsorge in Deutschland. Er definiert die Zusammenarbeit zwischen Bund\, Ländern\, Bundeswehr und zivilen Akteuren im Falle hybrider Bedrohungen oder großflächiger Krisenereignisse. Im Fokus der Veranstaltung stehen daher Fragen des Zivil- und Infrastrukturschutzes: Welche Infrastruktur gilt als verteidigungswichtig\, welche als verteidigungsrelevant und was folgt daraus im Konfliktfall? Die Bundeswehr kann nicht alles schützen. Priorisierung wird zur strategischen Notwendigkeit. Daraus ergeben sich Aufgaben\, die bei den Streitkräften und den Heimatschutzkräften liegen und solche\, die zwingend von Kommunen\, Organisationen und der Zivilgesellschaft übernommen werden müssen. \nBrigadegeneral Horst Busch\, Kommandeur des Landeskommandos Berlin\, spricht im Rahmen des Berliner Kreises über das Zusammenspiel von Bundeswehr und zivilen Akteuren im Kontext des OPLAN DEU. Er ordnet ein\, warum Heimatschutz nicht gleich Zivilschutz ist\, wo militärische Unterstützung an ihre Grenzen stößt und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen\, damit gesamtgesellschaftliche Verteidigung in der Praxis funktioniert. Im Anschluss steht er für eine gemeinsame Diskussion zur Verfügung.
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SUMMARY:Sicherheitsarchitektur Europas mit Marie Le Pen
DESCRIPTION:Alle waren von der Wahl Donald Trumps überrascht. Beide Male. Kaum eine europäische Institution war darauf vorbereitet. Diese fehlende Vorbereitung droht uns nun auch in Europa. So ist die Regierung Trump unübersehbar und stellt die internationale Nachkriegsordnung aggressiv in Frage. Entsprechend hat die derzeitige Bundesregierung das zweite historische Standbein der bundesrepublikanischen Außen- und Sicherheitspolitik seit vergangenem Mai priorisiert: Frankreich und die europäische Integration.\n\nDoch in Frankreich kämpft Emmanuel Macron um sein außen- und sicherheitspolitisches Erbe. Die Europäisierung der französischen Souveränität ist zwar fortgeschritten\, aber längst nicht abgeschlossen. Das wahrscheinliche Scheitern des Leuchtturmprojekts FCAS macht deutlich\, dass Teile der französischen Politik und Industrie sich längst wieder national-souveränistischen Zielen zuwenden. Und die im Juli 2025 aktualisierte nationale Sicherheitsstrategie benennt zwar erstmals Russland als zentrale strategische Bedrohung Frankreichs. Doch auch hier gibt es in Politik und Streitkräften viele gegenläufige Meinungen\, die auf eine Gelegenheit warten\, um die Prioritäten umzukehren. Die könnte sich 2027 ergeben\, wenn mit dem Rassemblement National eine rechtspopulistische Partei die Präsidentschaftswahl gewinnen und die deutsch-französische Beziehung und den europäischen Integrationsprozess in Frage stellen könnte.
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